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Tiffany

Tiffany

Tiffany

 

geb. 1991

gest. 21. Dezember 2000

Sie war eine Andalusierin – also aus einer Pferderasse von der weltweit gesprochen wird:

Ausgesprochen anständiger Charakter
Imponierende Erscheinung
Lebhaftes jedoch freundliches Temperament
Begründer vieler namhafter Rassen wie:
Lippizaner, Kladruber, Neapolitaner, sowie
aller amerikanischen Rassen.

Dies alles brachten wir in angenehmer Größe mit der aufmerksamen, dreijährigen Schimmelstute aus München mit. Große, interessierte Augen, bedächtiges Ohrenspiel und bemerkenswerte Gelassenheit ließen erfreuliche Charakterpoints vermuten.

Dank ihrer glücklichen Ausstrahlung verlief die behutsame Einführung in die Herde reibungslos.
Lange war Tiffany allerdings nicht in der Brandau. Dann ging’s weiter nach Thüringen.

Unkompliziert ließ sie die reiterliche Grundausbildung über sich ergehen. Fleißig und immer freundlich und außerdem weich zu sitzen, avancierte sie schnell zum Liebling der Kinder.

In erstaunlicher Vertrautheit suchte sie ganz allgemein die Nähe des Menschen.
Bei einem Spaziergang ging ich einmal mitten durch die verstreut grasende Herde um auf die nachbarliche Wiese zu kommen. Alle Pferde grasten ruhig weiter. Nur Tiffany schloß sich mir an. Wie ein treuer Hund schlenderte sie, weg von ihrer Herde, hinter mir her. Ich öffnete den Weidezaun. Sie blieb immer noch bei mir. Sogar als keines der anderen Pferde mehr zu sehen war, genügte ihr meine Gesellschaft.. Hier und dort knabberte sie einige Gräser. Nach etwa einer halben Stunde kamen wir einträchtig wieder zurück zur Herde. Das hat mich sehr beeindruckt und natürlich gefreut.

Ja, so war Tiffany. Wenn ich in den Stall kam, schaute sie mich mit ihren großen Augen so lange an, bis ich zu ihr hinblickte. Schließlich konnte wenigstens ein Gruß von mir erwartet werden. Zugegeben, meist verbunden mit einem Leckerli. Dies mag man nun interpretieren, wie man will. Wir mochten uns jedenfalls und daran gibt`s nichts zu deuteln.

Andis Vorbereitung für das alljährliche Fest der Pferde in Erfurt hatte zum Thema: "Zirkuslektionen mit unseren Schulpferden und Tieren - vorgeführt von Kindern und Jugendlichen". Tiffany war eine der fünf Auserwählten. Dazu kamen auch noch unsere beiden Esel und zwei Ziegen.

Wer Geduld hat wie eine Katze, braucht für so ein Vorhaben mindestens ein Jahr. - Sagen die Fachleute!
Tiffany
Tiffany
In sechs Monaten "dank persönlicher Beziehung" zu ihren Pferden hat Andi es geschafft. Anfangs verstand Tiffany gar nicht, weshalb sie sich hinlegen, verbeugen, sitzen oder gar steigen sollte. Beim spanischen Schritt war das anders. Das lag wohl an den Genen. Am Blut der Vorfahren, wie man so schön sagt.
Jedenfalls sowohl bei der Show in Posewitz, als auch im Zoopark von Erfurt wurden die Vorstellungen ein voller Erfolg, klappten hervorragend und ernteten einen Riesenapplaus.
Tiffany

Ja und das waren, wie sagt man so schön im Neudeutsch, die "Highlights" im Leben von Tiffany. Aus der menschlichen Warte gesehen, versteht sich.

Eines bedrückt mich wenn ich an Tiffany denke, heute noch. Bei einem Ausritt mit ihr, war ich deshalb ungehalten, weil sie vor jeder Kleinigkeit scheute und sich furchtbar anstellte. Eigentlich war dies gar nicht ihre Art. Da hätte es bei mir klingeln müssen. Ich behandelte sie wie ein störrisches Pferd und das tut mir immer noch leid. Es stellte sich nämlich heraus, daß Tiffany erhebliche Probleme mit ihren Augen hatte.
Mein Fehler war, daß ich mir keine Gedanken über die Ursache ihrer Schreckhaftigkeit gemacht habe. Dabei hätte ich wohl gewusst, daß die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd nur über Verhalten und Gebärden möglich ist. Gedankenlosigkeit sollte eben beim Umgang mit den feinfühligen Pferden keinen Platz haben.
Bei einer Untersuchung stellte der Tierarzt Mondblindheit fest. In diesem Stadium absolut irreparabel. Wir versuchten es noch einige Zeit. Um weitere, erhebliche, sinnlose Schmerzen zu verhindern ließen wir Tiffany kurz vor Weihnachten einschläfern.
Der Weg, den wir gemeinsam gingen, war nicht sehr lang. Wenn ich heute über unsere Koppeln gehe, denke ich oft an Tiffany. Wer weiß, vielleicht begleitet sie mich auch dabei immer noch. In unseren Gedanken jedenfalls lebt unsere liebenswerte Schimmelstute weiter als ein Teil unseren Lebens mit unseren vielen Pferden.

Geboren 1991,
in unsere Hände gekommen am 01. Oktober 1994.
Nach Thüringen ausgewandert im September 1995
und gestorben am 21. 12. 2000.

Tiffany
 
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